Wakati ist ein kraftvolles, interdisziplinäres Erlebnis, in dem Tanz, mehrsprachige Wortkunst und Live-Klang zu einer poetischen Auseinandersetzung mit Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit verschmelzen.
Identität ist selten eindeutig. Derselbe Körper wird je nach Ort und Blick völlig unterschiedlich interpretiert – mal als Zeichen von Zugehörigkeit, mal als Ausdruck des Andersseins. Die Performance macht diese Spannungen spürbar. Bewegung, Stimme und Klang verweben kulturelles Gedächtnis, persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Zuschreibungen zu einem vielschichtigen Geflecht.
Ausgehend von Erfahrungen zwischen kenianischen und europäischen Kontexten eröffnet Wakati zugleich einen Blick auf universelle Fragen von Sichtbarkeit, Privilegien und Zugehörigkeit. Das Stück versteht Identität nicht als festen Zustand, sondern als etwas Wandelbares. Es lädt das Publikum ein, darüber zu reflektieren: Was bleibt von uns, wenn sich der Kontext verändert – und wie viel von uns entsteht erst durch den Blick der Anderen?